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Österreich Reloaded

 

Beim Bayerntalk am 17. April in Höhenkirchen war das Thema Österreich.

 

Hier die Notizen von Klaus

 

1. Flight (weiß)

Emerich Knoll, Grüner Veltliner Smaragd Loibenberg, 2002, Wachau

Ein goldgelber, schön gereifter Veltliner, der dicht, konzentriert und etwas ölig war. Noten von Honig, Melone und vielleicht etwas Banane; für mich recht wenig Säure und ein langer Abgang bereiteten mir doch recht großes Trinkvergnügen.

17,0 / 91 Punkte




F.X. Pichler, Grüner Veltliner Smaragd Loibner Berg, 2002, Wachau

Dieser Veltliner entäuschte micht etwas beim Geruch, der recht zurückhaltend und etwas unsauber war. Am Gaumen dann ein mittlerer Körper, milde Säure und für mich nicht klar erkennbare Fruchtaromen. Der Abgang war auch hier lang mit einem leichten Bitterle. Insgesamt auch ein guter Wein, der für mich aber etwas hinter dem Knoll liegt.

16,3 / 89 Punkte



Rotweine:


2. Flight


Josef Pöckl, Pinot Noir, 2004

Kork, für mich klar erkennbar und nicht zu trinken. Schade.



Umathum, St. Laurent vom Stein, 2000


Eine reife, angenehme Nase nach blauen Beeren aber auch erdigen, moosigen Aromen. Am Gaumen dann eine stramme Säure, etwas Blaubeeren, Kirsche und ein mittlerer Körper. Die Vielschichtigkeit hält sich in Grenzen und er mittlere Abgang bendet einen guten, schön zu trinkenden Wein, der aber schon auf dem absteigenden Ast ist.

15,3 / 86 Punkte


Hier gab es dann doch recht große Unterschiede zu den einzelnen Verkostern. Für mich ist das für einen St. Laurent in dem Alter eine sehr gute Performance, mit der Klasse folgender Weine hat er allerdings wenig zu tun. Wäre alles völlig in Ordnung, wenn nur der Preis nich so hoch wäre.



3. Flight


Andi Kollwentz, Steinzeiler, 2002

Eine sehr angenehme, anfangs zurückhaltende, dann balsamische Nase. Am Gaumen Aromen wie Espresso, Zartbitterschokolade, spürbares aber samtenes Tannin, ein kräftiger Körper und ein absolut rundes Trinkvergnügen. Ein langer Abgang beendete ein harmonisches Trinkvergnügen.

17,2 / 92 Punkte




Josef Pöckl, Admiral, 2004



In der Nase dunkle Beeren, spürbares aber nicht unangenehmes Holz, Röstaromen. Am Gaumen dann ebenfalls dunkle Frucht, ein schwerer, kompakter Körper, schöne Säure, doch dann etwas bitter, zu holzig und absolut unausgewogen. Ein langer Abgang hinterließ den Eindruck einen jetzt völlig unharmonischen, für mich so null Trikspaß bereitenden Weines.

15,9 / 86 Punkte

Die Betonung muss natürlich ganz klar auf jetzt liegen, da ich für den Wein in entfernter Zukunft sicher viel Potential sehe.



4. Flight


Krutzler, Perwolff, 2002


In der Nase rotbeerige, würzige, reife, sehr angenehme Aromen. Am Gaumen dann frische, rote Beeren, Kirsche, eine kräftige Säure und ein ordentlicher Körper. Ein langer Abgang beschließt einen eleganten, harmonischen, angenehmen Weingenuss.

17,1 / 91 Punkte




Schiefer, Blaufränkisch Reihburg, 2002


In der Nase frisch, blaubeerig, balsamisch und angenehm. Am Gaumen dann spürbares, weiches Tannin, eine kräftige Säure, dicht, kompakt, vielschichtig, kühl und elegant. Ein wiederum langer Abgang beendet großes Trinkvergnügen. Der Wein ist jetzt wunderbar zu trinken, hat aber sicher noch viel Potential. Für mich der absolute Sieger des Abends.

17,6 / 93 Punkte



5. Flight


Ernst Triebaumer, Mariental, 1997


In der Nase Pfeffer, würzig, ätherisch, kühl, schwarzfruchtig und auch etwas Paprika. Trotzdem wirkt der Wein in der Nase noch eher verschlossen. Am Gaumen dann wieder etwas Paprika, ein mächtiger Körper, spürbares Tannin, stützende Säure und für mich blind wohl in das Bordeaux gesteckt worden. Ein Wein, der sehr jung wirkt und dem ich Potential einräumen würde.

Auf den 1997er wäre ich hier sicher nicht gekommen.

17,2 / 92 ++ Punkte



Moric, Lutzmannsberger Alte Reben, 2002


In der Nase pfeffrige, balsamische, kühle, höchst angenehme Nase nach dunklen Beeren. Am Gaumen eher wenig Tannin, ein mittlerer Körper, (Erdbeergelee ??), etwas Tee aber wunderbar harmonisch. Jetzt sehr schön zu trinken.

17,2 / 92 Punkte



6. Flight


Markowitsch, Rosenberg, 2005


In der Nase Holz, dunkle Beeren, einfach gestrickt. Am Gaumen dann viel Säure, leicht bitter, ein mittleres Tannin und ein ebensolcher Körper. Für mich ein einfacher, unharmonischer Wein, der viel zu holzig ist. Vielleicht ist die Bewertung durch den sehr guten vorherigen Flight etwas hart, aber der Wein für das Geld ist für mich ein absolutes no go.

15,1 / 85 Punkte



Grassl, Bärnreiser, 2004


In der Nase Amarenakirsche, dann leicht süßfruchtig und gleichzeitig gemüsig. Am Gaumen Nougat, ganz leichte Bittertöne, ein kräftiger Körper, schwarze Beeren, eine stützende Säure und ein präsentes, aber etwas rauhes Tannin. Ein langer Abgang beschließt einen guten Wein, der seinem Vorgänger um Welten überlegen ist.

16,2 / 89 Punkte