Hallo liebe Leser,
hier wollen wir in wenigen Worten von Weingütern berichten, die wir die letzten Jahre besucht haben.
Vielleicht interessiert euch der ein oder andere Tipp oder ihr habt einfach nur Interesse daran, etwas über die Weingüter zu lesen. Viel Spaß mit unseren Kurzberichten.
Mai 2004
Avignonesi in Montepulciano
Montepulciano ist natürlich nicht ganz korrekt, eigentlich ist der Hauptsitz in Valiano, einige Kilometer von Montepulciano entfernt. Diese Infos sollten auch mit Vorsicht genossen werden, da wir schon im Jahr 2004 dort waren und sich seit dem einiges geändert haben kann. Die größte Änderung ist sicher die, dass es neue Eigentümer gibt und ich natürlich nicht weiß, ob die Besuche weiter zu empfehlen sind.
Wir wurden jedenfalls äußerst freundlich empfangen, es wurde sich viel Zeit für uns genommen und uns wurde alles in Ruhe erklärt und gezeigt (ich glaube, wir waren drei Stunden auf dem Weingut)
Eine Angestellte, ich glaube ihr Name war Maria - Bettina, machte die Führung in perfektem deutsch und war sehr kompetent. Die damalige Juniorchefin nahm sich ebenfalls etwas Zeit für uns. Die Keller sind durchaus sehenswert und was besonderes ist natürlich die Entstehung des Vin Santo. Die Trockenräume der Trauben, die kleinen Fässer, in denen der Vin Santo teilweise Jahrzente reift, und die Ausführungen zum Vin Santo waren sehr interessant.
Nachdem wir uns dann auch noch ausführlich mit den (damals) jungen Hunden beschäftigt hatten, wurden wir in den Probierraum gebeten und haben dort einges Verkostet und auch gekauft.
Avignonesi ist ja nicht ganz unbekannt und wir wurden bei vergleichbaren Weingütern schon weit weniger herzlich empfangen.
Wie gesagt, wie es aktuell aussieht, kann ich nicht sagen, in 2004 war es absolut empfehlenswert.
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Mai 2004
Castello Banfi - Montalcino
Wir wurden am Tor empfangen und von einem freundlichen, englisch sprechenden Mitarbeiter durch das weitläufige Gelände geführt. Die Größe von Banfi ist natürlich schon beachtlich, und wenn jemand nur die Welt eines kleinen Winzers an der Mosel, im Duerro oder sonst irgendwo als seine "Weingüter kennt, mag das eher wie eine Fabrik wirken. Die Lagerhalle der Flaschen, die Abfüllung und auch die Hallen mit den Roto- und Stahllagertanks hat durchaus was von einer ordentlichen Brauerei.
Bei den Barriquekellern ist die Größe schon wieder beindruckend und die alten Keller mit den großen Holzfässern und den Raritätenflaschenlagern machen schon was her. Interessant ist der Besuch auf alle Fälle und man sollte auch Weingüter in dieser Größenordnung gesehen haben.
Das anschließende Verkosten einiger Wein aus dem riesigen Sortiment ist dann schon wieder weniger interessant, da man in der modernen, auch sehr großen Enoteca an der Bar steht, und 5 Weine verkosten darf. Weitere Weine, oder die großen Namen kann man sich dann gegen Bezahlung einschenken lassen. Kaufen muss man hier nichts, das gibt es alles in Deutschland deutlich günstiger
Wiederum empfehlenswert ist das Lokal auf dem Gelände des "Schloss Banfi". Hier haben wir sehr gute Bisteca Fiorentina gegessen und der Brunello schmeckt dazu einfach perfekt.
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August 2004
Glögglhof von Familie Gojer in Bozen/St. Magdalena.
Hier kann ich natürlich nicht von einem Besuch berichten, sondern von jährlich wiederkehrenden Besuchen. Mal probieren wir nur die aktuellen Weine und holen unsere Bestellung ab, mal schauen wir uns den Keller an und falls Franz Gojer Zeit hat, geht er mit uns durch die Weinberge, die gleich hinter dem Keller und Wohnhaus liegen.
Von der Lage Rondell hat man einen wunderbaren Überblick über die Weinberge des St. Magdalener Gebietes und beim Gespräch mit dem Winzer, während man durch die Weinberge geht, erfährt man einfach am meisten und man fühlt sich dem Wein sehr nahe (man ist das pathetisch
)
Das interessante am Besuch des Glögglhof ist sicher nicht der Keller, der ist hier nicht anders als auf anderen Weinhöfen in Südtirol, sondern die Gespräche mit der Familie Gojer, die immer interessant und lehrreich sind. Man hat hat immer das Gefühl hier mehr als willkommen zu sein, obwohl die Zeit sicher oft sehr knapp ist.
Die Gojers produzieren am Glögglhof zwei St. Magdalener (Vernatsch) und zwei Lagrein, die für mich alle vier zu den besten ihrer Kategorie in Südtirol gehören.
Ich kann einen Besuch des Glögglhof nur empfehlen (natürlich nach vorheriger Anmeldung)
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April 2005
Villa Cafaggio in Panzano in Chianti
Heute gehört das Weingut zu LaVis, damals war es noch eigenständig. Der Kontakt kam durch einen regionalen Händeler zustande, der die Weine führte. Wir wurden sehr freundlich empfangen und während der Führung durch die Keller und das restliche Gelände, wurde uns alles (in Englisch) erkärt.
Das Weingut ist nicht sehr groß, aber die Weine, die uns dann im Probenraum seviert wurden, schmeckten mir sehr gut.
Der Chianti Classico war ein typischer Vertreter seiner Spezies, ohne Cabernet oder Merlot Zusätze. Die CC Riserva noch einen Tick besser und der reine Cabernet Sauvignon Cortaccio ebenso sehr gut. Mit Abstand am besten gefiel mir aber der 100 % Sangiovese haltige San Martino.
Damals war der Besuch des Weingutes absolut zu empfehlen, wie es heute ist, kann ich nicht sagen.
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April 2005
Valdipiatta in Montepulciano
Es liegt nur 2 - 3 km von der Stadt Montepulciano entfernt und wir haben das Gut nicht nur besucht, sondern eine Woche in einem Gästehaus auf dem Weingut gewohnt. Die Besitzer waren überaus freundlich und das kleine Gästehaus war in typischen Toskana Stil einregichtet, mit großem Tisch und schöner Küche.
Wir waren zu viert und konnten uns auf dem Weingut in Ruhe umsehen und haben natürlich auch eine Führung durch die Juniorchefin, mit anschließender Verkostung der gesammten Weine, bekommen. Die Weine sind im klassischen Stil, es gibt aber auch moderner angehauchte Tropfen, wobei ich gleich sagen muss, dass ich die Weine der letzten drei, vier jahre nicht mehr kenne.
Eine Magnumflasche des Vino Nobile Riserva 1999, die wir in diesem Urlaub vor Ort gekauft haben, liegt noch im Keller und soll dieses Jahr mal getrunken werden.
Ein schönes, familiäres, nicht zu großes Weingut, das recht zentral liegt und für eine Urlaub in Montepulciano durchaus zu empfehlen ist (natürlich nicht, wenn man Pool und Luxus braucht
)
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August 2005
Kellereigenossenschaft Terlan
Die Bilder dieses Besuches sind aus dem Jahr 2005, wir waren aber auch 2009 noch mal dort. Wir hatten einen Obman der Genossenschaft als Führer, der sich sowohl in der Geschichte der Kellerei, als auch in der Weinbereitung, sowie bei den Weinen selbst, sehr gut auskannte.
Die Kellerei beherberg eine Mischung aus modernen Räumen und Geräten, birgt aber auch viele Schätze in den alten Kellern. Die Kellerei ist oberirdisch nur durch einen Verkaufsraum und den Hallen für die Traubenannahme zu sehen, das meiste befindet sich unterirdisch.
Sprachlich gibt es in Südtirol natürlich kein Problem und die Freundlichkeit der Führung wird wohl mit dem jeweiligen Führer variieren, bei uns war alles bestens.
Die Kellerei bietet einiges und ist es auf alle Fälle wert, besichtigt zu werden, ist sie doch im Vergleich zu den Weinhöfen der Eigenbauwinzer recht groß
Die Qualität der Weine ist über jeden Zweifel erhaben und bietet für alle Geschmäcker und Preislagen etwas. Falls ihr mal in den Genuss kommen solltet, mit dem ehemaligen, langjährigen Kellermeister Sebastian Stocker zu sprechen und seinen Erzählungen zu lauschen, nutz dies (allerdings ist er mittlerweile über 80 Jahre).
Im Jahr 2009/10 wurde die Kellerei noch mal erweitert und umgebaut, da eine Kooperation mit der Kllerei Andrian eingegangen wurde.
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Mai 2009
Corte Sant`Alda in Mezzane die Sotto,
Nach voheriger Anmeldung wurden wir von der Besitzerin Marinella Camerani freundlich empfangen und durch den Keller geführt. Danach wurden wir gebeten, in dem Proberaum Platz zu nehmen und die Winzerin verschwand für 10 Minuten, um dann mit reichlich Schinken, Salamie, Käse und brot wiederzukommen. Die Weine, die wir probieren aollten, wurden zwischenzeitlich von einer angestellten gebracht und geöffnet, bzw. sie waren teilweise schon in einem Dekanter, da es sich um Fassmuster handelte.
Wir probierten Soave, verschiedene Valpolicella und Amarone. Die Weine sind alle biodynamisch produziert und schmeckten alle sehr gut. Das wiederum ist natürlich Geschmackssache und der Amarone Mithas ist sicher nicht jedermanns Geschmack, denn es ist ein hochkonzentrierter, wuchtiger Amarone, der einen mehr als nur fordert (vor allem als Fassmuster
).
Nach einer Stunde Weine probieren und dazu viel essen (ist auch notwendig
) gingen wir auf die Reise durch die Weinberge. Fr. Camerani war in Redelaune und erzählte von ihren Erfahrungen mit dem biodynamischen Anbau, von ihrer Arbeit, aber auch von der Geschichte des Weingutes.
Jetzt zum Thema Sprache: Den vielen Erzählungen kann man leider nur folgen, wenn man italienisch spricht, was ich leider nicht tue. Wir hatten aber einen italienischen Freund dabei, der bei dem Besuch richtig viel zu tun hatte, da er einiges übersetzen musste
Das Weingut liegt nicht an einer Hauptstraße und man muss schon etwas suchen und fahren um es zu finden. Es ist aus baulicher Sicht keine Reise wert, aber die Leidenschaft der Winzerin und die Qualität der Weine rechtfertigen einen Besuch durchaus.
Falls jetzt jemand auf die Idee kommt, dorthin zu fahren, um günstige Valpolicella und Amarone zu kaufen, vergesst es wieder. Hier werden qualitativ hochwertige Weine produziert, die auch einen stolzen Preis haben.
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Mai 2009
Elisabeta Foradori in Mezzolombardo im Trentino.
Wir haben etwas gesucht, bis wir das Weingut gefunden haben und wurden dann von einer deutsch sprechenden, sehr freundlichen Angestellen begrüßt und ducth die Keller geführt. Barriquekeller, der Keller mit den großen Holzfässern und die Räume mit den Stahltanks, alles sehr sauber und interessant. Ein mittelgroßes Weingut, dass schön anzusehen ist.
Sicher weit interessanter und sehr angenehm was das Gespräch mit Elisabeta Foradori, die sich nach der Führung bei uns im modernen Proberaum eingefunden hatte und uns einen Stunde ihrer sicher knappen Zeit schenkte. Das Fr. Foradori deutsch spricht war natürlich perfekt, da wir weit meht Informationen verstanden, als auf englisch oder italienisch
Wir porbierten den weissen Myrto, die Teroldego und drei Jahrgänge Granato.
Am meisten fasziniert hat uns aber sicher die äußerst sympathische Winzerin.
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Mai 2009
Tenuta San Leonardo in Borghetto / Trentino
Das Weingut liegt ungefähr auf mittlerer Höhe des Gardasees und war mit Sicherheit eines der schönsten Güter, dass ich je gesehen habe. Geärgert hat mich nur, dass ich nach vier Fotos am Eingangsbreich der Tenuta festgestellt habe, dass ich vergessen habe, meinen Akku aufzuladen und es schon vorbei war, mit dem fotografieren
.
Es ist natülich davon abzuraten, einfach mal hinzufahren und um eine Führung zu bitten, nur weil man gerade Urlaub am Gardasee macht, hier ist schon eine Terminabsprache nötig. Wir hatten die Ehre, dass uns der Graf Guerrieri Gonzaga Sen. persönlich durch das Gut führte. Es ging mit einer Autofahrt durch das weitläufuge Gelände und durch die Weinberge los. Danach ging es durch die sehr schönen Kelleranlagen, die Schatzkammer, die familieneigene Kapelle (ich glaube, 12 Jahrhundert), das Wein- und Familiemuseum, die Halle mit den alten Traktoren und den super gepflegten Gärten Richtung Weinverkostung im Garten.
Hier durften wir dann Villa Gresti und den aktuellen San Leonardo probieren, und da sich interessante Gespäche (in einem Kauderwelsch zwischen italienisch, englisch und deutsch
) entwickelten, wurde auch noch ein gereifter San Leonardo geöffnet.
Ob das immer so ist, kann ich nicht sagen, aber wir wurden mehr als freundlich aufgenommen und das Weingut besticht durch eine Mischung aus sehr alter Tradition, Sauberkeit und modernen Anlagen und ist auf alle Fälle einen Besuch wert.
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Mai 2010
Moccagatta in Barbaresco.
Einer der beiden Eigentümer, Franco Minuto, empfing uns sehr freundlich und nahm sich viel Zeit um unsere Fragen zu beantworten, um uns die Keller zu zeigen und ausgiebig mit uns zu probieren. Es gab die aktuellen Versionen der Barbaresco Bric Balin und Basarin zu probieren und als da wir sehr interessiert waren, wurden auch noch älterer Jahrgänge, z.B. ein Barbaresco 1990 geöffnet.
Die Führung war in italienisch, englisch ist bei Bedarf auch möglich.
Die Weingüter in Barolo und Barbraesco sind fast alle sehr sauber und modern (hier ist doch etwas mehr Geld zur Verfügung als in manch anderen italienischen Regionen) und auch Moccagatta ist absolut vorzeigbar. Die erweiterten Keller sind teilweise keine fünf Jahre alt.
Auch hier, kann ich einen Besuch empfehlen.
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Mai 2010
Vigna Rionda - Massolino in Serralunga d`Alba
Nach vorheriger Anmeldung wurden wir von einem Mitarbeiter, der für den Export zuständig ist, freundlich empfangen. Die Gespräche liefen in Englisch, und da wir einen deutsch sprechenden Italiener mit dabei hatten, teilweise auch auf italienisch mit Übersetzung. Das Weingut wurde zu diesem Zeitpunkt gerade umgebaut, so dass überall etwas Baustelle war. Die Wanderung durch die Weinberge ließen wir ebenfalls sein, da es regnete und wir nicht das optimale Schuhwerk hatten
. Wir besichtigten also die Fasskeller und die Abfüllung und Etikettierung, bevor wir im Proberaum Platz nahmen. Dort probierten wir alle aktuellen Weine und wurden mit Hintergrundinformationen versorgt.
Nach zwei Stunden besichtigen und probieren wurden wir genauso freundlich verabschiedet, wie wir empfangen wurden und wir hatten nie das Gefühl, dass wir Arbeit gewesen wären, die getan werden musste.
Auch den Besuch dieses Weingutes kann ich empfehlen.
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Mai 2010
La Bernardina am Rand von Alba
Wir hatten das Glück, über einen italienischen Gastronom eine Einladung bei Ceretto zu haben. Als Besucher ohne Anmeldung kann man das Gut zwar besichtigen, muss für die Verkostung wohl aber bezahlen (bei den teuren Etiketten, kommt da schon was zusammen).
Wir wurden von einer Amerikanerin, die bei Ceretto arbeitet, durch das Weingut geführt und dann zur Probe gebeten. Der Verkostungsraum hat die größe und das Aussehen einer gehobenen Hotelemfangshalle, bietet diverse Sitzmöglichkeiten, links und rechts einen Barbereich und eine Aussicht auf die Weinberge, die einfach fantastisch ist. Allein die gläserne, fast schwebende Kuppel (ich glaube, sie wird Traube genannt) und die Aussicht von ihr, ist schon nicht altäglich.
Wir durften einen Tisch in einer extra "Nische" für uns in Beschlag nehmen und wurden erst mit Wasser, Knabbreien und Champagner versorgt. Danach ging es nicht mit Piemonteser tropfen weiter, sondern wir sollten die von Ceretto importierten Burgunder probieren. Es waren, so weit ich noch weiß, Weine von Jacqes Prieure (oder so
): Vosne Romanee, Gevrey Chambertin usw.
Danach wurden uns die Barbaresco und Barolo des Hauses serviert und als uns dann noch angeboten wurde, im Barolo Weingut Bricco Rocche zu übernachten und am Abend das hauseigene Restaurant Piazza Duomo in Alba zu besuchen, war für uns klar, dass Ceretto ab jetzt einen festen Platz in unserem "Weinherzen" haben wird 
Ob ein Besuch des Weingutes ohne entsprechende Kontakte lohnt, kann ich nicht sagen.
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Mai 2010
Angelo Gaja - Barbaresco
Ein Besuch dieses Weingutes ist nicht so einfach, da man hier mit einer Anfrage als Endverbraucher nicht weit kommt. Ich hatte nie das Bedürfnis undbedingt dort hin zu müssen, aber habe das Angebot dann natürlich nicht ausgeschlagen und das Glück, mit einem italienischen Sterne Gastronom dabei sein zu dürfen.
Das Weingut, dass meist unterirdisch verläuft, ist sehr sauber und schön, wie an sich die meisten bekannteren Weingüter im Piemont. Mehrere Barriquekeller, immer wieder etwas Kunst dazwischen und ein ehemaliges Haupthaus, dass zu einem Hotel umgebaut werden sollte. Dann hatte man sich doch wieder anders entschieden und hier gibt es wirklich einiges zu sehen.
Die Führung durch eine der beiden Töchter des Hauses war sehr spannend und die Verkostung danach sowieso, denn zumindest ich, komme nicht so oft in den Genuss 50 Jahre alter Barbaresco und nebenbei Sperrs und Sori San Lorenzo
. Nie vergessen werde ich auch, als dann der Hausherr zu uns kam und noch gut 1,5 Stunden über alles mögliche mit uns sprach (oder sagen wir besser zu uns sprach
).
Dass für einen Nebbiolo Fan, wie mich, hier doch einiges an Ehrfurcht dabei ist, bei einem der großen Meister sein zu dürfen, können vielleicht ein paar verstehen. Für mich ein absolutes Highlight, wobei das ausdrücklich keine Empfehlung für einen Besuch sein soll, weil man hier sicher auch mächtig entäuscht werden kann.
Wenn es nur um das Weingut an sich geht, gibt es viele Alternativen.
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März 2011
Brezza in Barolo.
Der Winzer, Enzo Brezza, sah uns über den Hof gehen (wir übernachteten im zum Weingut gehörenden Hotel) und fragte uns sofort, ob wir Weine probieren und die Keller sehen wollten.
Natürlich wollten wir
Die größe des Weingutes ist überschaubar, es gibt zwei Keller mit großen Fässern, einen Raum mit den Stahltanks, einen Keller mit alten Flaschen und das war es. Barrique sucht man hier vergebens, denn es werden keine benutzt
Wir probierten nur Nebbiolo und zwar folgende, traditionelle, trotzdem schon zugängliche, sehr gute Weine:
- 2008 Nebbiolo Santa Rosalia
- 2003 Barolo Cannubi
- 2006 Barolo Cannubi
- 2001 Barolo Cannubi
- 1999 Barolo Sarmassa
- 2006 Barolo Bricco Sarmassa
- 2007 Barolo
Außerdem gäbe es Arneis, Dolcetto, Barbera in diversen Varianten.
Enzo Brezza ist sehr sympatisch und spricht gut Englisch (sein Vater ist ebenso sehr sympatisch). Ein sehr familiär geführtes Weingut, dass einen Besuch wert ist.
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März 2011
Weingut Vietti in Castiglione Falletto.
Das Wetter war schlecht (Nieselregen) und wir waren froh, in dem modern gestalteten Verkostungsraum zu warten, bis Fr. Luciana Vietti uns abholte, um uns durch die sehr weitläufígen Keller zu führen. Es gibt diverse Barrique Keller, Keller mit den großen Holzfässern, die Halle mit den Stahltanks und viele verwinkelte Gänge und kleine Keller. Eine sehr gelungene Mischung aus modernen, verglasten Barriquekellern und uralten Gängen bis unter die Burg von Castiglione Falletto. Wir nutzten den Aufzug um uns drei Stockwerke zu bewegen und man wusste nie ganu, wo man sich gerade befand.
Für mich eines der schönsten Weingüter, die ich bisher besucht habe.
Fr. Vietti war sehr freundlich, kommunizierte in italienischer Sprache, da außer uns noch zwei Gäste anwesend waren, sprach uns aber zwischendurch immer wieder mal in perfektem Englisch an, ob wir Fragen haben.
Die Verkostung hinterher war ebenso interessant und großzügig und wir verkosteten folgende Weine:
- 2010 Roero Arneis
- 2006 Barolo Catiglione
- 2007 Barolo Rocche
- 2007 Barolo Brunate
- 2007 Barolo Lazzarito
Als uns Fr. Vietti fragte, ob wir denn einen 1989er Barolo Lazzarito probieren möchten, als sie mit der Flasche aus dem Keller kam, sagten wir nicht nein.
Nach der Probe wurden wir überaus freundlich verabschiedet und waren glücklich, bei dieser Führung dabei gewesen zu sein.
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März 2011
Domenico Clerico in Monforte d`Alba
Wir wurden von einem Mitarbeiter empfangen, der uns bat, noch etwas zu warten, da noch weitere Gäste erwartet würden. Wir sahen bei strahlendem Sonnenschein dabei zu, wie die Barriquefässer gewaschen wurden und 20 Min. später wurden wir dann in den Proberaum gebeten.
Dort waren dann insgesamt 12 Personen anwesend und wir probierten die komplette Palette der aktuellen Weine, darunter einen wunderbaren Barolo Percristina 2004. Danach gab es noch einen Wein blind serviert und wir wurden gebeten, den Jahrgang zu raten. Es war ein schön gereifter Barolo Pajana aus 1991.
Danach warfen wir einen Blick in einige der Räume des Weingutes, eine komplette Führung hatten wir jedoch nicht, da ja zur Zeit ein komplett neues Weingut im Bau ist. Dieses muss dann aber unbedingt besichtigt werden, da es jetzt schon faszinierend aussieht.
Die Probe der Weine war sehr gut organisiert und hat Spaß gemacht, die Weingutsbesichtigung war wegen des Neubaus natürlich eher bescheiden. Wenn jemand die Chance hat, den dann neuen Keller zu besichtigen, bitte unbedingt machen.
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März 2011
Luciano Sandrone in Barolo.
Wir wurden von einer Angestellten gebeten, im Verkostungsraum zu warten und wurden sofort mit Wasser versorgt. Kurz darauf, kam die Tochter von Luciano Sandrone, Barbara, begrüßte uns freundlich und führte uns durch das Weingut. Es war eine äußerst kompetente, interessante und sehr freundlich Tour durch die Keller und das komplette Gut, das ja erst 20 Jahre alt ist. Barbara erklärte alles und beantwortete alle Fragen in Englisch. Unterwegs trafen wir auch den Hausherren, Luciano Sandrone, der uns begrüßte und sich entschuldigte, dass er nicht dabei sein kann, aber er ist erst in der Nacht aus New York zurückgekehrt.
Das Weingut ist top gepflegt und sehr interessant. Danach durften wir noch die aktuellen Weine probieren und wurde sehr freundlich verabschiedet.
Auch diesen Besuch und die Weine des Gutes kann ich nur weiterempfehlen.
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März 2011
Giacomo Conterno in Monforte d`Alba
Wir wurden von einem deutsch sprechende Mitarbeiter (ich glaube, er war Schweizer) empfangen und gebeten, im großen Verkostungsraum zu warten, der Chef telefoniere noch. Wir wurden sofort mit Wasser versorgt und nach 10 Minuten kam ein gut gelaunter, sehr freundlicher Roberto Conterno und begrüßte uns.
Mit Gläsern bewaffnet, gingen wir über die sehr großzügig bemessene Halle mit der Abfüll- und Ettiketiermaschine in den Keller.
Dort gibt es auschlißelich große Holzfässer, keinen Stahl, kein Barrique.
In gut verständlichem Englisch (und teilweise in italienisch, da wir ja einen Dolmetscher dabei hatten) erklärte uns Roberto die Weinbereitung und antwortete auf unsere Fragen.
Wir probierten Barbera und Nebbiolo aus den Fässern und natürlich war es etwas ganz besonderes für uns, als wir den berühmten (und nicht ganz güsntigen) Barolo Monfortino aus dem Fass probieren durften. Ein so junger Wein, der so lange Reife verträgt und trotzdem auch in diesem Stadium schon großen Spaß macht, herrlich.
Da das Weingut noch nicht so alt und die Produktion ja sehr klein ist, war die Besichtung schnell vorbei und wir wurden genau so freundlich verabschiedet, wie wir empfangen wurden.
Diesen Weingutsbesuch werde ich sicher auch nie vergessen.
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April 2011
Kühling - Gillot, Bodenheim
Im April 2011 durfte ich mit einer Gruppe von Weinfreunden aus "dasweinforum" das Weingut Kühling - Gillot in Bodenheim in Rheinhessen besuchen.
Wir wurden von der Winzerin, Carolin Spanier - Gillot, sehr freundlich empfangen und durften erst mal den Sylvaner des Hauses probieren. Danach ging es kurz in einen Fass - Showroom und die Geschichte des Hauses Kühling - Gillot wurde uns erzählt.
Danach nahmen wir im modern und sehr großzügig gestalteten Verkostungsraum des Weinguts platz und probierten diverse Weine. Das interessante daran war auch, dass wir jeweils einen Wein von Kühling - Gillot und einen Wein des Weingutes Battenfeld - Spanier vergleichen konnten.
Der Besitzer und Ehemann von Carolin, Hans Oliver Spanier, kam dann hinzu und präsentierte uns die großen Gewächse beider Häuser und erzählte über die verschiedenen Lagencharakteristiken.
Es war ein sehr angenhmer, interessanter und genussreicher Besuch bei Carolin und Hans Oliver, der viel Spaß machte.
Die Weine beider Güter sind ebenfalls durchaus zu empfehlen.
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April 2011
Wagner - Stempel, Sinsheim
Ebenfalls im April 2011 war die gleiche Truppe beim Weingut Wagner - Stempel, das der äußerst sympatische junge Winzer Daniel Wagner führt.
Wir durften die Kelleranlagen besichtigen, wobei uns die Geschichte des Weingutes, der Stil der Weine und die Zukunftspläne von Daniel Wagner erzählt wurden.
Nach dieser Führung gab es im großen Verkostungsraum, der für diverse Festivitäten und auch als Frühstücksraum verwendet wird, die Weine des aktuellen Jahrgangs zu verkosten.
Begonnen bei Sylvaner, über die Rieslinge bis zu Auslesen, waren die Weine bemerkenswert gut. Daniel Wagner nahm sich viel Zeit, alle unsere Fragen zu beantworten und probierte mit uns das Sortiment.
Ein sehr angenehmer Besuch endete. Das Weingut bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten, und den mittlerweile probierten Sekt des Hauses, kann ich ebenfalls empfehlen.
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