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Brixen 2010 - ein kulinarischer Ausflug

Von Klaus am 28.11.2010

 

 

Brixen 2010 - ein kulinarischer Ausflug

 

 

Am Freitag, den 26.11.2010, um 10.00 Uhr machten Christian, Helmut und ich, uns auf den Weg nach Südtirol.

Wir hatten vor, unsere Stammtischkasse erheblich zu erleichtern und wollten einen genussreichen Tag in Brixen verbringen.

Trotz Schneefall und leichten Minusgraden kamen wir pünktlich um 12.45 Uhr bei unserem Zwischenziel, dem Pretzhof nahe Sterzing, an.

 

Der Pretzhof ist Wohnhaus der Familie Mair, Restaurant, Bauernhof, Vinothek, Käseladen und noch einiges mehr. Seit über 300 Jahren ist der Pretzhof im Beszitz der Familie Mair.

Nach dem wir "Flachländler" uns die kleine, enge, kurvenreiche und auch noch beschneite Straße hinauf gewunden hatten, erwartete uns ein holzbetäfelter, sehr schöner Gastraum und sein freundlicher Wirt.

 

Wir waren eigentlich nicht zu hungrig, so dass es für uns alle um so erstaunlicher war, was zum Schluss alles gegessen wurde:

(Speck und Schinkenvariationen, Käse, Gnocchi mit Entenragout, Entenhaxen, Spanferkelleber, Kartoffelpralinen, Wildpfeffer und auch noch ein Süppchen  ).

 

Die Weinkarte im Pretzhof ist sehr gut bestückt und da es ja erst Mittag war, und wir noch einiges vor hatten, gab es nach je einem Gläschen Ferrari Brut noch eine Flasche Barbaresco Rabaja 06 von der Cantina Luisin und hinterher noch je ein Glas Barolo Prapo 04 von Schiavenza.

Ich begnügte mich zum Abschluss mit einem doppelten Espresso, wären die beiden "nicht Autofahrer" noch einen Grappa dazu genossen.

Danach ging es noch in den sehr beeindruckenden Weinkeller, in dem Flaschen aus aller Welt lagern. Den Käselagerraum und die Reiferäume für Wurst und Speck waren ebenso faszinierend.

 

Ich befürchte, dass ich nicht zum letzten mal am Pretzhof war   und kann ihn als Reiseziel nur empfehlen.

 

Nach einem kleinen Einkaufsstop in Sterzing ging es dann weiter nach Brixen, wo wir um 16.30 Uhr im Hotel Elephant eincheckten.

 

Nach kurzer Erfrischungspause machten wir einen kleinen Rundgang durch die sehr schöne Altstadt von Brixen. Da es ja immer noch unter Null Grad kalt war, mussten wir den Rundgang abwechslend wegen eines Kaffees und dann wieder wegen eines Gläschen Champagners unterbrechen . Einen Mangel an Weinbistros gibt es in Brixen nicht.

 

Um 19.15 fanden wir uns dann an unserem reservierten Tisch im Elephant ein und begannen mit dem Studium der Weinkarte, die aussergewöhnlich gut bestückt ist.

 

Wir begannen mit einer Flasche Rocche d`Ampsej 2001 von Matteo Correggia, die von einem Barolo La Serra 2001 von Gianni Voerzio "begleitet" wurde. Danach ließen wir uns hinreissen und bestelleten ein Barbaresco 2001 von Angelo Gaja. Da Helmut jetzt der Meinung war, genug Piemontesen getrunken zu haben, einigten wir uns darauf, den aktuellen 2007 Tignanello zu probieren.

 

Die Weinkarte ist einfach der Wahnsinn und für deutsche Verhältnisse mehr als fair kalkuliert (warum kann es sowas bei uns nicht geben).

 

Natürlich haben wir auch eine Kleinigkeit gegessen und viel Wasser getrunken. Zum Essen gab es folgendes:

 

- Knödelsuppe

- Schlutzkrapfen

- Gnocchetti Sardi

- Jungbullenfilet

- Hirschrücken

- Schinkenvariationen

- Formaggi misti

 

Natürlich gab es  ein paar Nebengeräusche, wie Maxlrainer Pils, Grappa Bric de Gaian von Berta und Espressi.

 

Irgendwann gegen 23.30 Uhr ging dann nichts mehr und wir machten uns auf den sehr kurzen Weg in unsere Zimmer um etwas Schlaf zu genießen, den wir mittlerweile bitter nötig hatten.

 

Am nächsten Tag gegen 9.30 Uhr schmeckte das Frühstück schon wieder .

 

Nach einem kurzen Erfrischungsspaziergang durch Brixen, machten wir uns auf die Heimfahrt. Gegen 13.30 Uhr waren wir alle wieder gesund und (vielleicht nicht ganz) munter zuhause.

 

Über den Betrag, den wir zu dritt an diesem Tag investierten, schweigen wir lieber . Auf Grund der fair kalkulierten Weinkarten, ist so ein Ausflug nach Südtirol auf alle Fälle immer wieder in Betracht zu ziehen, auch wenn die Übernachtung gegengerechnet werden muss.

 

Ein wieder wunderbarer Ausflug der quattro bicchieri wird uns sicher im Gedächtniss bleiben.